Probleme mit der Gleitsichtbrille: Ein Ratgeber

Sehfelder & Randbereiche: Reine Gewöhnungssache

Infografik: Die Sehfelder einer Gleitsichtbrille Das Prinzip der Gleitsichtbrille: Verschiedene
Sehfelder für verschiedene Entfernungen.

Eine Gleitsichtbrille verbindet in einem einzelnen Glas mehrere Sehfelder für verschiedene Entfernungen: oben fern, unten nah, in der Mitte alles dazwischen. An den unteren Seiten hat jede Gleitsichtbrille aber auch unscharfe Randbereiche, durch die alles verzerrt erscheint (links in der Grafik weiß dargestellt).

Die Gewöhnung an eine Gleitsichtbrille besteht darin zu lernen, je nach Situation durch das richtige Sehfeld zu blicken und die Randbereiche möglichst zu vermeiden.

Das ist am Anfang ungewohnt, aber eine reine Frage der Übung. Manche brauchen ein paar Wochen, andere nur ein paar Tage.

6 Tipps zur Eingewöhnung

Wenn die Anpassung stimmt, dann ist der Rest nur noch eine Frage der Gewöhnung. Wenn Sie auf folgende Tipps achten, dann sollte das ganze nicht länger als ein paar Tage dauern. Was am Anfang ungewohnt erscheint, geht einem schnell in Fleisch und Blut über. Wie so oft im Leben gilt auch hier das einfache Prinzip: Übung macht den Meister!

  1. Drehen Sie beim Umherschauen immer den Kopf etwas mit. So verhindern Sie durch die unscharfen Randbereiche zu schauen.
  2. Achten Sie besonders beim Schulterblick auf das Kopf-Mitdrehen. Fühlen Sie sich beim Autofahren unsicher, nehmen Sie die Brille ab.
  3. Senken Sie beim Nahsehen (z.B. Lesen) nur den Blick und nicht den Kopf. So sehen Sie durch den dafür vorgesehenen Nahbereich.
  4. Beim Treppen-Runtersteigen wiederum ist es wichtig den Kopf mitzusenken. Sonst schauen Sie durch den Nahbereich, was irritiert.
  5. Tragen Sie Ihre Gleitsichtbrille am Anfang am besten rund um die Uhr. Das hilft den Augen sich an die neue Sehsituation zu gewöhnen.
  6. Wundern Sie sich nicht, wenn die Eingewöhnung was länger dauert. Bei manchen Menschen geht das ganze schneller als bei anderen.

Gleitsichtbrille am Computer? Probleme und Lösungen

Infografik: Eine Gleitsichtbrille ist für die PC-Arbeit nicht geeignet Bei einer Gleitsichtbrille am PC müsste der
Bildschirm sehr niedrig und flach eingestellt sein.

Eine Gleitsichtbrille ist eine super Allround-Lösung für den Alltag, aber leider nicht für längere PC-Arbeit geeignet: Um den Bild- schirm scharf zu sehen müssten Sie unten durch den Nahteil des Gleitsichtglases schauen, und das wäre nur durch ein ständiges Kopf-in-den-Nacken-legen möglich. Das führt zu Nacken- schmerzen und Verspannungen und ist nicht zu empfehlen.

Eine Alternative wäre, den Bildschirm sehr flach und niedrig einzustellen um so bequem durch den Nahteil blicken zu können. Das ergibt aber andere Probleme: Zum einen lassen sich nicht alle Bildschirme so einstellen, zum anderen bietet eine Gleitsicht- brille auch dann nur ein begrenztes Sichtfeld im Nahbereich. Darum unsere Empfehlung:

Wenn Sie täglich mehrere Stunden von dem PC-Bildschirm verbringen, dann ist die beste Lösung eine spezielle Arbeitsplatzbrille (auch Bildschirm-Brille, Bildschirmarbeitsplatzbrille oder Computerbrille genannt).

Infografik: Die Sichtfelder bei Gleitsichtbrillen und Arbeitsplatzbrillen Arbeitsplatzbrillen bieten für die Nähe ein
größeres Sichtfeld als Gleitsichtbrillen.

Arbeitsplatzbrillen sind eine spezielle Form der Mehrstärkenbrille mit einem größeren Sichtfeld für den erweiterten Nahbereich (bis ca. 1 Meter). Damit lassen sich die drei wichtigsten Sehzonen am Arbeitsplatz abdecken:

  1. Unterlagen / Tastatur auf dem Schreibtisch erkennen
  2. Am Bildschirm arbeiten
  3. Mit dem Sitznachbarn kommunizieren

Informieren Sie sich hier genauer über unsere Arbeitsplatzbrillen oder gehen Sie über den Button direkt in den Shop zu unseren Gleitsichtbrillen:


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