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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Zentrierung

Die Zentrierung beschreibt die Ausrichtung der Brillengläser auf den Durchblickspunkt in der Brillenfassung. Die Zentrierung der Gläser nimmt bei der Fertigung einer verträglichen Sehkorrektion einen wichtigen Stellenwert ein: Werden die Brillengläser ungenau zentriert, entstehen sog. asthenopische Beschwerden. Mittlerweile übernehmen hochmoderne Zentrierungsgeräte (Videozentrierung) die Zentrierung der Brillengläser. Dabei bestimmt die Pupillendistanz die richtige Zentrierung der Gläser. Entsprechend dieser Werte, werden später die Gläser in die Fassung eingearbeitet. Dabei muss nicht nur der zentrale Blickpunkt exakt bestimmt werden, auch natürliche Kopfbewegungen müssen in die Messung einfließen. Schließlich muss der Brillenträger auch dann scharf sehen können, wenn er seinen Kopf zur Seite neigt und seinen Blickwinkel ändert.

 

Was passiert, wenn die Zentrierung nicht korrekt bestimmt wurde?

Schon wenige Millimeter Fehlstellung reichen aus, um dem Brillenträger erhebliche Probleme zu bereiten. Nicht umsonst wird die Arbeit des Optikers als Präzisionsarbeit bezeichnet. Die Folge falsch und schlecht zentrierter Brillengläser sind Unschärfen, eine verzerrte Wahrnehmung, bis hin zu tränenden Augen und Kopfschmerzen. Die Zentrierung verschiebt sich nicht nur bei ungenauer Arbeit des Optikers, auch bei schief sitzenden Brillen. Sitzen die Brillengläser an der falschen Stelle, kann das Auge nicht mehr den richtigen Punkt durch das Glas treffen.

 

Besondere Herausforderung: Gleitsichtbrille

Die Zentrierung der Gleitsichtbrille stellt für die Arbeit des Optikers eine ganz besondere Herausforderung dar. Die Gleitsichtbrille verfügt über verschiedene Sehzonen. Hier sollten die Zentrierwerte im Stehen gemessen werden, dabei ist darauf zu achten, dass der Kopf gerade gehalten wird. Werden die Werte zu tief angesetzt, muss der Brillenträger für den Blick in die Ferne den Kopf ständig ein Stück anheben. Auf Dauer führt diese Fehlhaltung zu Nacken- und Kopfschmerzen. Eine exakt angepasste Inklination bei einer Gleitsichtbrille wird dem Brillenträger keine Eingewöhnungsschwierigkeiten bereiten. Der optimale Sehkomfort und kurze Eingewöhnungszeiten werden nur erreicht, wenn die Brille exakt angepasst wurde. Bei einem Wechsel der Brillenfassung sollte der Brillenträger seine Werte neu anpassen lassen. Werden vorhandene Gläser in eine andere Brillenfassung eingeschliffen, kann es auch hier passieren, dass sich die Pupillendistanz verändert. Der exakte Durchblickpunkt sollte also vor jeder Veränderung neu ausgemessen werden. 

 

In der Onlineoptik werden die Gleitsichtgläser in die jeweilige Fassung höhenoptimiert eingearbeitet. D.h. es wird ein optimaler Zwischenwert gefunden, der über eine nachträgliche Höhenpassung noch optimiert werden kann.

 

- Zyklophorie

- Tiefenschärfe

- Tränendrüse