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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Trockenes Auge

Ein trockenes Auge (Sicca Syndrom) ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen. Nach der Diagnose Sehschwäche, sind trockene Augen die häufigsten Beschwerden, die augenärztlich behandelt werden. Die Ursachen sind sehr vielfältig: u.a. Hormonhaushalt, Lebenswandel, Umweltreize. Ein trockenes Auge äußert sich mit einem brennenden und juckenden Gefühl im Auge. Meist fühlt es sich an, als ob man ein Sandkorn auf dem Auge liegen hätte. Die Symptome verschwinden jedoch nicht, wenn die Augen gerieben oder ausgewaschen werden. Treten die Symptome über einen längeren Zeitraum auf, beginnt sich der Augapfel zu röten. Unter Umständen sind die Augen morgens nach dem Aufwachen verklebt, manchmal kommt es zu einer Verschlechterung der Sehkraft, der Betroffene sieht seine Umwelt verschleiert. Die Symptome für ein trockenes Auge können auf einem Auge auftreten, meist sind aber beide Augen betroffen.

 

Wie entsteht ein trockenes Auge?  

Der Lidschlag verteilt die Tränenflüssigkeit, die vom Auge gebildet wird, gleichmäßig über dem Augapfel. Die Tränenflüssigkeit hält das Auge nicht nur feucht, sie reinigt das Auge von kleinen Schmutzpartikeln, die meist unbemerkt vom Menschen ausgeschieden werden. Außerdem glättet die Tränenflüssigkeit die Hornhautoberfläche und ermöglicht so ein scharfes Sehen. Bildet das Auge nun weniger Tränenflüssigkeit oder ändert sich die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit, zum Beispiel aufgrund einer Krankheit oder der Einnahme von Medikamenten, entsteht ein trockenes Auge.


Die häufigsten Ursachen sind neben Krankheiten oder Medikamenteneinnahmen, die Umwelteinflüsse. Aus den veränderten Lebensbedingungen heraus, ist auch die starke Zunahme des Phänomens zu erklären. Stark geheizte Räume (trockene Heizungsluft), Zugluft und Klimaanlagen, Zigarettenrauch und häufiges Arbeiten am Computer (herabgesetzte Lidschlagfrequenz) sind häufige Auslöser. Ist der Auslöser häufige Computerarbeit, bezeichnet man dies heute als „Office-Eye-Syndrome“. Die Erklärung ist einfach, sitzt man vor dem Bildschirm und konzentriert sich stark, „vergisst“ man zu blinzeln. So wird weniger Tränenflüssigkeit auf dem Auge verteilt, die Augen trocknen aus.

 

Trockenes Auge behandeln

Liegen keine krankheitsbedingten Auslöser vor, kann man die Symptome auch selbst verbessern. Regelmäßiges Lüften, Vermeidung von Zigarettenrauch, regelmäßige Pausen in denen man den Arbeitsplatz am PC verlässt und die Augen entspannt und Zugluft vermeiden, kann helfen die Beschwerden zu lindern. Außerdem kann man die Augen mit so genannten künstlichen Tränen behandeln, die das Auge vor dem Austrocknen bewahren und in der Apotheke erhältlich sind. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass die Präparate keine künstlichen Konservierungsstoffe enthalten. Selbstverständlich sollte vor der Eigenbehandlung immer einen Augenarzt aufsuchen, um andere Ursachen auszuschließen.

Siehe auch:

 

- Geschwollene Augen
- Gerstenkorn