Hotline: +49 221-177 347 30 (Mo.-Fr. von 9-17 Uhr)

You're currently on:

Unser Glossar
123 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Regenbogenhaut

Die Regenbogenhaut, besser bekannt unter der Bezeichnung Iris, reguliert den Lichteinfall in das Auge. Die Bezeichnung Regenbogenhaut leitet sich ab aus dem Griechischen für Iris = Regenbogen. Die Regenbogenhaut besitzt die erstaunliche Fähigkeit der Verengung oder Weitung. Damit funktioniert die Iris wie die Blende einer Kamera. Die Adaption der Iris geschieht durch eine unwillkürliche Muskelkontraktion, kann also nicht bewusst gesteuert werden.

 

Die Iris schließt sich aber nicht komplett. In ihrer Mitte sitzt die Pupille des Auges.  
Bei hellem Licht verkleinert die Iris die Pupille, bei dunklem Licht vergrößert die Iris die Pupille. In den siebziger Jahren fanden Forscher heraus, dass auch psychischer Stress die Pupillengröße beeinflussen kann. Aber auch die Einnahme von Drogen verändert die Größe der Pupillen. Dabei vergrößern einige Substanzen (Cannabis oder LSD) die Pupille, andere (Heroin) wiederum verkleinern die Größe der Pupille.

Die Farbe der Iris entsteht durch Pigmente. Eine dunkelbraune Iris enthält wesentlich mehr Farbpigmente als eine blaue Iris. Fehlen die Farbpigmente völlig, spricht man von Albinismus. Das Fehlen der Farbpigmente erklärt auch die schlechte Sehfähigkeit der betroffenen Personen, denn hier kann die Iris ihre Blendfunktion nicht erfüllen. Das einfallende Licht dringt durch die Iris und führt zu Blendungen, diese wiederum lösen eine gestörte Entwicklung der Sehfunktion aus. Geschützt wird die Iris durch die davor liegende Hornhaut.

Entzündung der Iris (Regenbogenhaut)

Eine Entzündung der Regenbogenhaut zeigt sich unter anderem in einer starken Lichtempfindlichkeit des Auges, Augenschmerzen und unscharfes Sehen.

Bei einem Verdacht auf eine Regenbogenhautentzündung ist umgehend ein Augenarzt aufzusuchen. Wird eine Behandlung versäumt, kann die Iris nachhaltig geschädigt werden.

Die Regenbogenhaut kann außerdem durch einen Unfall beschädigt oder ganz zerstört werden. Dies hat zur Folge, dass Licht ungehindert in das Augeninnere eintreten kann. Die Beeinträchtigung des Sehvermögens und die starke Lichtempfindlichkeit, kann durch eine Iris-Prothese behoben werden.
In diesem Fall wird eine künstliche Iris angefertigt. Mittlerweile ist es sogar möglich die Farbe der Iris-Prothese der Farbe der natürlichen Iris anzupassen, so dass später kein Unterschied sichtbar wird. Die Iris-Prothese wird zum größten Teil aus Silikon hergestellt und in der Regel in einem ambulanten Eingriff eingesetzt. Die Iris-Prothese verstärkt die Kontraste, minimiert die Lichtempfindlichkeit und verhilft so wieder zu einem verbesserten Sehvermögen.