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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Prisma

In der Optik versteht man unter einem Prisma in der Regel eine gerade Form des geometrischen Körpers Prisma, die sich durch ein Dreieck als Grundfläche auszeichnet. Seine optischen Eigenschaften hängen in erster Linie ab von seinen Dreieckswinkeln und von dem Brechungsindex des Werkstoffes. Das Prisma ist dazu in der Lage, Licht wellenlängenunabhängig zu brechen (siehe Dispersion) oder Lichtstrahlen durch Reflexion an einer oder mehreren Flächen umzulenken. Dadurch treten zwei Effekte auf:

- Lichtstrahlen fallen senkrecht in eine kurze Seite des Prismas ein und werden an der langen Seite von innen totalreflektiert, bevor sie auf der zweiten kurzen Seite wieder austreten. Auf diese Weise werden zum Beispiel Spiegel für präzise optische Geräte wie Teleskope oder Ferngläser hergestellt.- Lichtstrahlen werden um die „dicke“ Seite des Prismas gebrochen und dabei nach ihrer Wellenlänge getrennt, was eine Aufspaltung des Lichts in die Spektralfarben ermöglicht. In den üblichen optischen Gläsern werden blaue Lichtstrahlen stärker gebrochen als die langwelligen roten. Letztere werden bei der Beugung am optischen stärker abgelenkt, was auf den von der Wellenlänge des Lichtes abhängigen Brechungsindex zurückzuführen ist.

 

Prismenbrille

Im Fall einer sogenannten Winkelfehlsichtigkeit (Strabismus, Schielen oder Lähmungsschielen), die das Auftreten von Doppelbildern zur Folge hat, ist eine sogenannte Prismenkorrektur der Augen nötig. In einem solchen Fall sollte man sich an einen stationären Optiker wenden um sich beraten und gegebenenfalls eine Prismenbrille verschreiben zu lassen, mit der die Winkelfehlsichtigkeit korrigiert werden kann. Auch ein Nystagmus kann durch eine Prismenbrille korrigiert werden.Die Prismenbrille besitzt mindestens ein Glas, bei dem die eingehenden Lichtstrahlen auf ihrem Durchgang durch das Brillenglas zur Bases hin gebrochen werden. Dank dieser Eigenschaft kann die Prismenbrille auch bei Fehlstellung eines einzelnen Auges beidäugiges Einfachsehen ermöglichen und Doppelbilder vermeiden. Dennoch sei anzumerken, dass auch eine Prismenbrille bei einer Fehlstellung der Augen ab ca. 30 Prismendioptrien technisch wie ästhetisch an seine Grenzen stößt. Bei diesen Stärken können je nach Größe der Brillenlinse erhebliche Randdicken entstehen und Farbsäume erzeugt werden (siehe chromatische Aberration).

 

Prismenfolie

Alternativ zur Prismenbrille kann die prismatische Wirkung auch durch das Aufbringen einer Prismenfolie auf das Brillenglas erzielt werden. Dies ist zwar nicht der Regelfall, hat aber gegenüber der Prismenbrille bestimmte Vorteile: zunächst einmal kann die Folie wieder einfach vom Glas gelöst werden, zum Anderen entfällt hier das Gewicht einer Prismenbrille, das je nach Höhe der Prismendioptrien recht hoch ausfallen kann.Wie auch bei der Prismenbrille hängt die Stärke der Folie vor allem mit dem Schielwinkel zusammen. Die Prismenfolie hilft dabei dem Auge, die normale Sehfunktion auszuüben. Die Dauer der Behandlung mit einer Prismenfolie ist unterschiedlich und richtet sich nach dem Beschwerdebild. Es kann auch vorkommen, dass am Anfang der Behandlung Lichtreflexe auftauchen, die nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wieder verschwinden. Bei der Behandlung von Erwachsenen können auch Linien zu anfang gewölbt aussehen, was sich jedoch ebenfalls nach ein paar Tagen ändert.

 

Prismendioptrien

Prismendioptrien (pdptr) sind die Maßeinheit für die Stärke eines Prismas. Sie wird definiert durch den Grad der Ablenkung eines Lichtstrahls gemessen in Zentimeter, in einem Meter Entfernung (cm/m). Somit entspricht 1 pdptr der Ablenkung eines Lichtstrahls um einen Zentimeter in einem Meter Entfernung. Prismendioptrien sind heute kaum noch geläufig und finden nur noch vereinzelt in der Augenheilkunde Anwendung, stattdessen hat sich eine Messung prismatischer Wirkungen in der Einheit Zentimeter pro Meter (cm/m) etabliert.