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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Oberflächenhärte

Die Oberflächenhärte bei Brillengläsern aus Glas war lange Zeit ein Kriterium für mineralische Brillengläser (Glas). Außerdem zeichnen sich mineralische Brillengläser mit einer hohen Brillanz aus. Nachteilig hingegen sind die Bruch- und Splittergefahr und das höhere Gewicht der mineralischen Brillengläser. Unter Umständen können Brillengläser aus Glas bis zu 50 % schwerer sein als Kunststoffgläser. Der frühere Nachteil der Kunststoffgläser, die geringe Oberflächenhärte, konnte durch neue Entwicklungen aufgehoben werden. Durch das Aufbringen einer Hartschicht werden die Oberflächenhärte und damit auch die Kratzfestigkeit des Kunststoffglases stark verbessert. Moderne Kunststoffgläser sind heute in der Oberflächenhärte durchaus vergleichbar mit mineralischen Brillengläsern.

 

Während des Tragens der Brille lagern sich feinste Staubpartikel auf dem Brillenglas ab. Putzt man seine Brille nun mit einem typischen Brillenputztuch, reiben die Staubpartikel feine Risse in das Brillenglas. Mit der Zeit vermehren sich diese „Spuren“ auf dem Brillenglas und stören beim Sehen. Dennoch wird geraten, die Kunststoffbrille vor dem Putzen kurz unter fließendem Wasser abzuspülen und dann zu reinigen.

 

Die Behandlung der Oberfläche garantiert nicht nur eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer im Brillenglas. Oberflächenveredelte Kunststoffgläser sind zusätzlich widerstandsfähig gegen Funkenflug, wie er zum Beispiel beim Schweißen entsteht.

 

Polycarbonat ist extrem bruchfest

Die Veredelung mit Polycarbonat bietet einen weiteren großen Vorteil. Das Kunststoffglas wird extrem bruchfest. Es ist deshalb sehr gut geeignet für Kinderbrillen, randlose Brillen und Sportbrillen. Durch die Verarbeitung des hochbrechenden Kunststoffes können auch Kunststoffgläser sehr dünn geschliffen werden. Die Oberflächenhärte mittels Hartschicht wird in der Regel mithilfe des Tauchbeschichtungsverfahrens auf die Brillengläser aufgebracht. Das so behandelte Kunststoffglas erreicht in den Punkten Klarheit des Glases, Resistenz und Haltbarkeit deutliche Vorteile gegenüber einem unbehandelten Kunststoffglas.

 

Gerade eine Kinderbrille, die täglich zahlreichen Belastungsproben ausgesetzt sind, ist die Hartversiegelung unverzichtbar. Und sollte die Brille doch einmal zu Bruch gehen, ist das Kind keiner Verletzungsgefahr durch Glassplitter ausgesetzt. Zusätzlich können Kunststoffgläser mit einer schmutzabweisenden, antistatischen Oberfläche versehen werden. Der so genannte Lotus-Effekt lässt Wasser ganz leicht abperlen, Verunreinigen setzen sich nicht mehr so schnell auf dem Brillenglas ab. Die Brillengläser müssen nicht mehr so oft gereinigt werden, die Brille verfügt über eine längere Lebensdauer, denn das auch das Kunststoffglas bleibt lange kratzfrei.