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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Normaldruck

Normaldruck bezeichnet den im Auge ähnlich wie im Blutdrucksystem herrschenden Druck, der bei Vorsorgeuntersuchung Grüner Star gemessen wird. Dabei ist ein erhöhter Augeninnendruck aber nicht mehr als alleiniger Verursacher von einem Grünen Star verantwortlich. Fast die Hälfte aller Betroffenen hat einen normalen Augeninnendruck, der bei Werten zwischen 10 und 20mmHg liegt. Ebenso kann eine Erhöhung des Normaldruck vorliegen und der Betroffene hat keine Symptome einer Erkrankung. Natürlich ist nach wie vor die Messung des Augeninnendruckes notwendig und eine sinnvolle Vorbeugemaßnahme. Aber der Normaldruck sollte nicht alleine als Begründung genommen werden, dass das Auge völlig gesund ist.

 

Wie kommt der Normaldruck zustande?

Im Inneren des Auges wird ständig eine klare Flüssigkeit, das sogenannte Kammerwasser, gebildet. Dieses ist im ständigen Austausch, es läuft auf seinem Weg durch die Pupille auch wieder aus dem Auge heraus. Dadurch wird ein ständiges Produzieren und Ablaufen in Gang gehalten, und wenn dieser Prozess aus dem Gleichgewicht gerät, kann der Normaldruck ansteigen, aber auch absinken. Dabei wird eine Abstufung berücksichtigt, ab 21mmHg bis 23mmHg ist von einer grenzwertigen Erhöhung des Normaldruck zu sprechen.

 

Ab einem Druck von 24mmHg wird von einer krankhaften Erhöhung gesprochen und die Erkrankung Glaukom wird damit in Zusammenhang gebracht. Bei der Erhöhung des Augeninnendruckes wird durch umfangreiche Messungen und Kontrollen die medikamentöse Absorption von Augentropfen zur Drucksenkung vorgenommen und laufend kontrolliert.

 

Zusätzliche Untersuchungen beim Normaldruck

Besonders Menschen ab 40 Jahren sind von einem erhöhten Augendruck betroffen. Um festzustellen, ob der Patient an einem Glaukom leidet (weil das die überwiegende Erkrankung ist, wenn das Auge keinen Normaldruck aufweist), müssen mehrere Tagesmessungen durchgeführt werden. Stellt sich dabei ein durchweg erhöhter Normaldruck heraus, muss eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden. Eine Operation sorgt dann durch einen künstlichen Abfluss für die Ausleitung des Kammerwassers, wodurch der Normaldruck im Auge wieder hergestellt werden kann.