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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Lesefenster

Als Lesefenster bzw. Nahteil beschreibt man bei der Bifokalbrille eine zusätzlich eingearbeitete Linse im unteren Bereich des Brillenglases. Diese ermöglicht es dem Träger, seine Sehstärke je nach Situation und Bedürfnis optimal zu korrigieren. Da sie meist zum Lesen genutzt wird, wird sie in den meisten Fällen auch als Lesefenster bezeichnet. Bei einer Trifokalbrille hingegen ist zwischen oberer Sehzone und dem Lesefenster noch ein Zwischenteil eingebaut. Sowohl bei Bifokal- als auch bei Trifokalbrillen kann es beim Wechseln zwischen den Sehzonen zum Bildsprung kommen, bei einer Gleitsichtbrille ist das nicht der Fall. Eine Brille mit Lesefenster für einen erweiterten Nahbereich nennt man eine Arbeitsplatzbrille.

 

Einbau des Nahteils in das Brillenglas

Beim internationalen Verfahren des Nahteil-Einbaus erhält das Fernteil auf der Vorderfläche zunächst eine geschliffene und polierte kreisrunde Hohlung, welche den für die Addition geforderten Radius hat. Im Anschluss wird der Nahteil mit der geschliffenen und polierten Fläche in die Einbuchtung des Grundglases gelegt, woraufhin beide Gläser einen ca. viereinhalb stündigen Schmelzofen durchlaufen. Bei Temperaturen um die 700 Grad Celsius wird der Nahteil teigig und verschmilzt mit dem Grundglas.