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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Hornhautscheitelabstand

 

Der Hornhautscheitelabstand, kurz HSA oder Hornhaut-Scheitel-Abstand, ist ein der Abstand zwischen der Glasseite des Brillenglases zur Hornhaut (Cornea). Im Brillenpass wird der Hornhautscheitelabstand mit dem Kürzel HSA vermerkt.

 

Die optimale Anpassung der neuen Brille wird nur dann erreicht, wenn der HSA der Messbrille gleich dem HSA der Korrektionsfassung ist. Wird mit der Messbrille (Testgläser) ein anderer Wert gemessen als der Messwert, der erforderlichen Brillengläser, hat dies zur Folge, dass der Brillenträger mit der fertigen Korrektionsbrille, also seinem endgültigen Modell, möglicherweise Unschärfen wahrnimmt. Mit dem korrekten Hornhautscheitelabstand entscheidet sich, ob am richtigen Punkt der Netzhaut das Gesehene wahrgenommen werden kann. Verschiebt sich also der HSA aufgrund eines falschen Messergebnisses, wird das Licht an einem falschen Punkt der Netzhaut aufgenommen, es entstehen Unschärfen. Üblicherweise liegen die Werte das HSA zwischen 12 und 16.

 

Die Kopfhaltung bei der Messung des Hornhautscheitelabstandes 

Fehlerhafte Werte entstehen bei der Messung des HSA auch, wenn die Kopfhaltung während der Messung nicht stimmt. Bei der Messung sollte darauf geachtet werden, dass die angenehmste Kopfhaltung eingenommen wird. Schaut der Brillenträger während der Messung zu stark nach unten, nach oben oder hält den Kopf entgegen seiner sonst üblichen Gewohnheit zu starr aufrecht, wird der Hornhautscheitelabstand falsch gemessen. Trägt der Brillenträger später seine fertige Brille wiederum mit seiner sonst üblichen Kopfhaltung, verschiebt sich der Hornhaut-Scheitel-Abstand und Bilder werden unscharf wahrgenommen und/oder das Sehen durch die Brille wird als anstrengend wahrgenommen.

 

Dies kann Kopfschmerzen und durch die Fehlhaltung des Kopfes auch Nackenschmerzen auslösen. Berücksichtigt werden sollte der Hornhautscheitelabstand bei Dioptrienwerten ab +/-4 Dioptrien und bei individuell gefertigten Gleitsichtgläsern. Zur korrekten Ermittlung der Brillenzentrierung gehören neben dem Hornhautscheitelabstand auch die Pupillendistanz, die Durchblickhöhe, die Fassungsmaße sowie die Angaben zur Vorneigung. Nur der Augenoptiker kann ein komplettes und individuelles Profil des Brillenträgers erstellen, so dass nicht nur die Sehqualität in ihrem Optimum erreicht wird, auch der Tragekomfort der Brille sollte als angenehm empfunden werden.

 

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