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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Fertigbrillen

Fertigbrillen, kostengünstige Alternative oder Risiko? Man findet sie im Supermarkt, im Drogeriemarkt und verschiedenen anderen Geschäften, doch kann eine Fertigbrille eine optimal und individuell angepasste Brille vom Optiker wirklich ersetzen? Wann sind die Brillen von der Stange geeignet?

 

Die preiswerten Lesehilfen eignen sich als kurzfristige Überbrückung, wenn die eigentliche Brille kaputt oder verloren gegangen ist. In der kurzfristigen Nutzung, Gebrauchsanweisung oder Speisekarte lesen, wird die Brille aus dem Supermarkt kaum Schaden anrichten. Die empfohlene tägliche Nutzungsdauer liegt bei maximal 20 Minuten.

 

Möchte man nicht auf eine Fertigbrille verzichten, sollte diese unbedingt bei einem Optiker gekauft werden. Nur der Optiker kann beim Kauf der fertigen Brille beraten und diese gegebenenfalls später neu ausrichten.

 

Wo liegen die Risiken der Fertigbrillen?

Die allermeisten Brillen- oder Kontaktlinsenträger haben unterschiedliche Sehschwächen auf beiden Augen. In den seltensten Fällen ist der Dioptrienwert auf beiden Augen gleich. Diesen Aspekt berücksichtigen billige Sehhilfen nicht. Fertigbrillen werden immer mit gleichen Werten auf beiden Augen verkauft. Verschiedene Sehschwächen werden nicht berücksichtigt, wie zum Beispiel die Hornhautverkrümmung. Diese Form der Sehschwäche lässt sich nur mit einer individuell angepassten Brille korrigieren.

 

Der optische Mittelpunkt der Augen wird nicht individuell vermessen und die Gläser werden nicht entsprechend dieser Werte gepresst. Das Auge muss sich der Brille anpassen, nicht andersherum. Dies hat nicht selten zur Folge, dass zu einer geringen Sehschwäche weitere Symptome kommen können (u.a. kann eine Lesehilfe zu einer „künstlich erzeugten“ Schielstellung führen und asthenopische Beschwerden zur Folge haben).

 

Oftmals fehlen Hinweise für welchen Gebrauch die Fertigbrille geeignet ist. Dies führt zu einem unsachgemäßen Gebrauch, zum Beispiel dem Autofahren mit einer ungeeigneten Brille.

 

Eine weitere Einschränkung ist die Haltbarkeit, der Lack löst sich ab, Stoffe wie Nickel können Allergien verursachen. Gerade bei sehr billigen Brillen ist der Sitz auf der Nase nicht optimal. Die Bügel verziehen sich, die Brille sitzt schief, das Auge versucht wiederum die Schieflage auszugleichen. Außerdem verfügen diese Modelle nicht immer über eine Oberflächenveredelung.

 

In einigen Fällen stimmt die angegebene Dioptriezahl nicht mit den tatsächlichen Werten, die auf der Brille angegeben sind, überein. Geschweige denn mit der tatsächlich Benötigten. Die Alterweitsichtigkeit schreitet durch den Gebrauch von Fertiglesehilfen schneller voran.

 

Fertigbrillen werden oft aus Acetat hergestellt.

 

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