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Die Brillen Fachbegriffe von my-Spexx

Chromatischer Fehler

 

Ein chromatischer Fehler bezeichnet einen optischen Abbildungsfehler. In der Optik wird der chromatische Fehler häufiger als chromatische Aberration bezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich ab aus dem Griechischen von chroma = die Farbe und dem Lateinischen von aberrare = abschweifen. Frei übersetzt bedeutet ein chromatischer Fehler „verirrtes Licht“.

 

In der Optik wird der chromatische Fehler häufig bei zunehmender Stärke des Brillenglases beobachtet. Hier entsteht ein chromatischer Fehler je weiter der Brillenträger vom optischen Mittelpunkt der Linse abweicht. Schaut man also relativ weit außen durch das Brillenglas, bilden sich farbige Lichtsäume, die das Sehen stören. Statt des weißen Lichts, das normalerweise reflektiert werden sollte, wird das Licht farbig aufgespalten, dabei dominiert die Farbe Rot oder Blau/Violett.

 

Neben dem unangenehmen Effekt des bunten Saumes rund um das betrachtete Bild, senkt ein chromatischer Fehler die Sehschärfe. Der Brillenträger sieht also nicht nur einen bunten Rand, zugleich nimmt er das Bild verschwommen wahr. Materialwahl und Schliff des Glases können die chromatische Abberation mindern.

 

Die Abbe´sche Zahl

Die Bezeichnung Abbe´sche Zahl ist auf den deutschen Physiker Ernst Abbe zurückzuführen. Grundsätzlich lässt sich sagen, je größer die Abbe´sche Zahl, umso kleiner der Brechungsfehler, infolgedessen wird der chromatische Fehler geringer. Neben der Abbe´schen Zahl ist die Wahl des Materials ein weiterer Faktor, der den chromatischen Fehler korrigiert.

 

Grundsätzlich lässt sich hier sagen, je geringer der Brechungsindex, umso geringer fällt der Abbildungsfehler aus. Einen geringen Abbildungsfehler kann man mit Kunststoffgläsern mit einem Brechungsindex von 1,50 - 1,56.