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Bildsprung bei Mehrstärkenbrillen

Bildsprung bezeichnet einen Effekt, der durch eine Mehrstärkenbrille (Bifokalglas, Trifokalglas) ausgelöst werden kann. Mitunter kann der Bildsprung auch bei Halbbrillen auftreten. Der Bildsprung entsteht, wenn die Sicht zwischen Fernsicht und Nahsicht gewechselt wird. Dabei überwindet das Auge die Kante, die im Brillenglas den Unterschied der beiden Glasstärken markiert. Bei diesem Wechsel springt das Bild plötzlich.

Der Bildsprung wird vom Brillenträger nicht nur als unangenehm empfunden, er kann auch in einigen Situationen gefährlich werden. Am besten lässt sich das Phänomen an Treppenstufen veranschaulichen. Das Gehirn ist nicht darauf vorbereitet, Sichtdistanzen schnell zu bewältigen. In dem Moment, in dem das Auge die Fernsichtkante überwindet und in die Nahsicht wechselt, hebt sich die Treppenstufe. Es entsteht eine optische Täuschung, die Stufe erscheint plötzlich höher als sie tatsächlich ist.

Alternative Gleitsichtbrille

Als Alternative zu einer Bifokalbrille kann eine Gleitsichtbrille gewählt werden. Hier entsteht dieser unangenehme Effekt nicht. Gleitsichtgläser werden ohne Trennungslinie gefertigt, der Übergang zwischen Nah- und Fernsicht erfolgt stufenlos. Wie der Name schon sagt, kann der Blick hier über die verschiedenen Sehbereiche „gleiten“, der stufenlose Übergang zwischen den verschiedenen Stärken ist dem natürlichen Sehen nachempfunden. Die Gleitsichtbrille ist von außen nicht zu erkennen, da das Brillenglas wie ein ganz normales Einstärken-Brillenglas aussieht.